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Thüringen im Mittelalter 3. 1130-1310
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Band 3 von 3. Autor Prof. Dr. Werner Mägdefrau. 334 Seiten mit 243 Abbildungen, darunter 159 Fotos, 74 Zeichnungen und 10 Tafeln. 1. Auflage 2010 Inhaltsverzeichnis Vorwort 5 Kapitel I Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen 7 1.1. Begründung (l130/1131) durch König Lothar III. und Anfänge der Landgrafschaft Thüringen bis zum Tode des ersten Landgrafen Ludwig I. (1140) 8 1.2. Kirchen- und Klosterreform in Thüringen - Erfurt als geistliches Reformzentrum - Das Reformwerk Erzbischof Adalberts I. von Mainz 1109/1111-1137 17 1.3. Krongut und Reichsland zur Stauferzeit 34 1.4. Das geistliche Territorium der Erzbischöfe von Mainz in Thüringen mit ihrer thüringischen Residenz Erfurt. "Erfordia sacra" - die erzbischöflich-mainzische Stadt Erfurt im 12. Jahrhundert 46 1.5. Weitere geistliche Herrschaften und neue Ordensniederlassungen in Thüringen 62 1.6. Die Landgrafschaft Thüringen und ihr Aufstieg im 12. Jahrhundert 75 1.7. Grafen und Grafschaften, Vögte und Markgrafen 97 1.8. Herrschaftsbildungen des mittleren und niederen Adels 134 1.9. Weiterer Herrschafts- und Landesausbau. Grundlagen und Anfänge des Städtewesens in Thüringen 143 1.10. Höhe- und Wendepunkte thüringischer Geschichte im hohen Mittelalter - Von der Blütezeit um 1200 bis zum Untergang der ludowingischen Landgrafschaft Thüringen in der Mitte des 13. Jahrhunderts - Begründung und Aufstieg der wettinischen Mark- und Landgrafschaft in Sachsen und Thüringen bis zu Beginn des 14. Jahrhunderts 196 Anmerkungen zu Kapitel I 236 Kapitel II Könige und Landgrafen. Thüringen und das Reich von Konrad IV. von Hohenstaufen bis Friedrich I. dem Freidigen von Wettin 243 II.1. Konrad IV. von Hohenstaufen 243 II.2. Wilhelm von Holland 246 II.3. Heinrich der Erlauchte von Wettin 250 II.4. Rudolf I. von Habsburg 255 II.5. Adolf von Nassau 265 II.6. Albrecht der Entartete von Wettin 270 II.7. Albrecht I. von Habsburg 275 II.8. Heinrich VII. von Luxemburg 279 II.9. Friedrich I. der Freidige von Wettin 285 Ausgewertete und weiterführende Quellen und Literatur (Auswahl) 298 Nachwort zum Autor 333 Vorwort Im vorliegenden Buch wird eine überaus bedeutsame Periode der Geschichte Thüringens im Mittelalter behandelt. Dieser Zeitraum unserer Landesgeschichte zwischen 1130 und 1310 stand ganz im Zeichen der Begründung der Landgrafschaft Thüringen durch König Lothar III., ihres Aufstiegs und ihrer Blütezeit unter den Ludowinger Landgrafen sowie ihres Untergangs beziehungsweise Übergangs an die Herrschaft der Wettiner Mark- und Landgrafen in Sachsen und Thüringen; ihr westlicher Teil nahm nach dem Tode Heinrich Raspes (1247), des letzten Landgrafen von Thüringen aus der Dynastie der Ludowinger, und dem nachfolgenden Thüringer Erbfolgekrieg als Landgrafschaft Hessen eine eigenständige politische Entwicklung. Damit soll ein Beitrag zur weiteren Erforschung und Darstellung der Geschichte Thüringens im hohen Mittelalter und in den Anfangsjahrzehnten des späten Mittelalters im Kontext der deutschen und europäischen Geschichte geleistet werden. Vieles aus dieser Zeit - Ereignisse und Entwicklungen, Strukturen und Persönlichkeiten - ist von hohem Wert für das Landesbewusstsein und von traditionsbildender, identitätsstiftender Bedeutung für uns als Thüringer, Deutsche und Europäer. Die Grundlage dieser Abhandlung bilden langjährige Studien zur Geschichte des Mittelalters sowie die Publikationen "Thüringen im Mittelalter. Strukturen und Entwicklungen zwischen 1130 und 1310" = Thüringen gestern & heute, H. 7, Erfurt 1999 und "Könige und Landgrafen im späten Mittelalter. Thüringen und das Reich von Konrad IV. bis Friedrich dem Streitbaren" = Thüringen gestern & heute, H. 9, Erfurt 2000, die von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen in Erfurt herausgegeben wurden, aber nicht im Buchhandel erschienen sind. Diese Texte wurden bearbeitet und erweitert sowie mit Bildmaterial ausgestattet. Mit der Veröffentlichung dieses Buches zur mittelalterlichen Geschichte Thüringens von 1130 bis 1310 sei zugleich allen gedankt, die zu dessen Zustandekommen beigetragen haben: dem Harald Rockstuhl-Verlag (Bad Langensalza), Herrn Dr. A. Peter von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen (Erfurt) und dem Schreibservice Sabine Bauer (Jena), ebenso den Institutionen und Autoren, die im Text sowie im Quellen- und Literaturverzeichnis, in den Anmerkungen und im Abbildungsnachweis genannt werden. (Aus dem Vorwort von Werner Mägdefrau)

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Stand: 17.02.2020
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Die mittelalterliche Literatur Thüringens
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Das Buch bietet eine Übersicht über die mittelalterliche Literatur Thüringens vom späten 10. bis zum Ausgang des 15. Jahrhunderts. Es stellt überschaubar die Texttypen der höfischen Dichtung, Märendichtung, ferner Chroniken, Legendenepik, Predigtcorpora, auch Rechtstexte, Fürstenspiegel, Reiseberichte und medizinische Traktate dar. Behandelt werden namentlich bekannte Autoren wie Ebernand von Erfurt und Johannes Rothe, anonyme Werke wie das 'Jenaer Martyrologium' und der 'Paradisus anime intelligentis' sowie eine größere Zahl nur bruchstückhaft und namenlos erhaltener Texte, deren Einordnung problematisch bleibt.Das Schwergewicht liegt auf volkssprachigen Verfassern und Texten, doch sind auch lateinische Werke wie der 'Occultus Erfordensis' des Nikolaus von Bibra und die 'Cronica Reinhardsbrunnensis' berücksichtigt. Der mittelalterliche Literaturbetrieb Thüringens ist nicht zuletzt durch Austausch- und Interferenzprozesse geprägt, z. B. durch Autoren, die in verschiedenen Regionen tätig waren, fahrende Berufsdichter und die sekundäre Rezeption von Dichtung im Deutschordensland Preußen.

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Stand: 17.02.2020
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Die mittelalterliche Literatur Thüringens
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Das Buch bietet eine Übersicht über die mittelalterliche Literatur Thüringens vom späten 10. bis zum Ausgang des 15. Jahrhunderts. Es stellt überschaubar die Texttypen der höfischen Dichtung, Märendichtung, ferner Chroniken, Legendenepik, Predigtcorpora, auch Rechtstexte, Fürstenspiegel, Reiseberichte und medizinische Traktate dar. Behandelt werden namentlich bekannte Autoren wie Ebernand von Erfurt und Johannes Rothe, anonyme Werke wie das 'Jenaer Martyrologium' und der 'Paradisus anime intelligentis' sowie eine größere Zahl nur bruchstückhaft und namenlos erhaltener Texte, deren Einordnung problematisch bleibt.Das Schwergewicht liegt auf volkssprachigen Verfassern und Texten, doch sind auch lateinische Werke wie der 'Occultus Erfordensis' des Nikolaus von Bibra und die 'Cronica Reinhardsbrunnensis' berücksichtigt. Der mittelalterliche Literaturbetrieb Thüringens ist nicht zuletzt durch Austausch- und Interferenzprozesse geprägt, z. B. durch Autoren, die in verschiedenen Regionen tätig waren, fahrende Berufsdichter und die sekundäre Rezeption von Dichtung im Deutschordensland Preußen.

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IN DER FALLE
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Der sorbische Lyriker Benedikt Dyrlich wurde am 21. April 1950 alszweites von sechs Kindern eines Kleinbauern, Tischlers und Holzschnitzersin der Oberlausitz geboren. Die Mutter – eine Trachtenträgerin– starb, als der Junge 16 Jahre alt war. Das heimatlicheNeudörfel/Nowa Wjeska bei Kamenz hat die Berliner SchriftstellerinGisela Kraft nach einem Besuch am Ende der achtziger Jahre so beschrieben:„Dein Dörfel, liebe DDR. Grüne Wiesen, ziemlich fl ach. SaubereHäuser jüngerer Bauart. Nichts unter Denkmalschutz. Dafür vor demAnwesen der Dyrlichs ein Kapellchen, eine Schürzenlänge im Quadrat,mit schmucker bunter Madonna und frischen Schnittblumen. Der Bach,der durchs Dorf fl ießt, heißt Klosterwasser.“Nach der Grundschule wurde Dyrlich ab Herbst 1964 Zögling desBischöfl ichen Vorseminars in Schöneiche bei Berlin. Von 1968 bis1970 studierte er in Erfurt katholische Theologie und legte die ersteHauptprüfung ab. Danach arbeitete er als Krankenpfl eger. 1973heiratete er die Bautzener sorbische Lehrerin und Journalistin MonikaRozowski. Anschließend war er dramaturgischer Mitarbeiter amDeutsch-Sorbischen Volkstheater, von 1975 bis 1980 studierte er inLeipzig Theaterwissenschaft. Danach war er am Bautzener Mehrspartenhaus als Dramaturg, später auch als Regisseur und Leiter des Kinder-und Jugendtheaters tätig. Dyrlichs erstes Gedicht, ein Marienlied,wurde 1967 von der sorbischen konfessionellen Wochenschriftgedruckt, sein erster Band, „Zelene hubki“ (Grüne Küsse), erschien1975 im Domowina-Verlag Bautzen. 1977 war er in der richtungweisendenAnthologie junger Autoren „Kusk wuznaca“ (Ein Stück Bekenntnis)vertreten. Inzwischen liegen etwa 15 Gedichtsammlungenvor, überwiegend in obersorbischer, vier in deutscher Sprache. Hinzukommen zahlreiche Übersetzungen, vor allem ins Polnische, Tschechische,Slowakische, Serbische, Ukrainische und Russische.Schon den Debütanten Benedikt Dyrlich trieb stets die eine Unruhe(„Kleines lyrisches Bekenntnis“, 1973): das Verlangen, die Welt zu erkennenund die Dinge bei ihrem Namen zu nennen. Diesen Namenwollte er in zweierlei sprachlicher Gestalt fi xieren: auf Sorbisch undauf Deutsch. Das literarische Erbe von Männern wie Augustinus, Novalis,Rilke oder Hermann Hesse regte ihn an, sich mit der sorbischenzugleich die deutsche Kultur zu erschließen. Ab 1968 gehörte derTheologiestudent zur Gruppe junger Lyriker beim Arbeitskreis sorbischerSchriftsteller im Schriftstellerverband der DDR, die der bekannteDichter Kito Lorenc betreute. Dyrlichs kurze, reimlose Gedichteaus jener Phase waren Ausdruck der Suche nach einem eigenenliterarischen Weltverständnis. Dabei empfand er die besondere Geschichte,Folklore und Mythologie, die sich mit dem Prädikat sorbischverband, anfangs durchaus als schwierig. In der einheitlichen sozialistischenSchule war dem traditionell erzogenen Sorben erläutertworden, was Traditionspfl ege sei oder die Aneignung von Traditionenausmacht: Ostereiermalen, Hochzeitsbräuche, alte Lieder, Hexenbrennenund Geschichten von Krabat, dem Zauberer („Von der Suche nach derpoetischen Heimat“,1980). Gegen eine offenkundig kontrollierte undmanipulierte Wirklichkeit musste sich das – noch ungefestigte – lyrischeIch daher energisch behaupten: Ich bleibe da, wo / mich dieseWelt am wütendsten zerreißt („Entwurf eines Gedichts“, 1975).Wie schon die frühen Gedichte bewiesen, verspürte Dyrlich seitjeher das Bedürfnis, den Alltag zu überschreiten. Den jähen Wendungenin seiner Biografi e verdankte er vielschichtige Erfahrungen ausden verschiedensten Bereichen. Die Legenden seiner Heimat wurdenzum Lößboden, auf dem poetische Metaphern mit universellerBedeutung gediehen. Die Widersprüche zwischen dem sorbisch-katholischen Bauerndorf und der preußisch-deutschen GroßstadtBerlin, zwischen der gewohnten Nähe zur Natur und der erlebtensozialen Entfremdung lieferten ergiebiges Material zur Refl exion.Dyr lich verarbeitete es nicht zu dem geforderten Realismus in denFormen des Lebens selbst, sondern bot – anstelle schlichter Widerspiegelung– subjektive Interpretationen der Realität. Einige formaleTechniken sah er sich bei Klassikern der sorbischen, deutschen undausländischen Literatur ab, anfangs besonders bei den Polen. DieseWeltoffenheit gab zugleich dem latenten Misstrauen des SicherheitsdienstesNahrung.Etwa ab 1980 trat Benedikt Dyrlich – für viele überraschend – in dieFußstapfen großer Vorgänger, die ihr oberstes Ziel in der Weckungund Wahrung nationalen Bewusstseins bei den Lausitzer Sorben gefundenhatten. Wie Jakub Bart-Cišinski, Jan Skala oder Jurij Chežkastellte er die suggestive Macht der Poesie in den Dienst an seinemkleinen slawischen Volk, dessen Kräfte infolge Assimilation allmählichschwanden. 1986 gab der Bautzener Verlag – eine Zäsur im Schaffen– Benedikt Dyrlichs vierten sorbischsprachigen Auswahlband heraus:„W paslach“ (In der Falle). Der Untertitel verriet die Neuerung:Gedichte und lyrische Prosa. Die drei voraufgegangenen Sammlungenwaren, ebenso wie der deutsche Erstling „Grüne Küsse“ (Aufbau-VerlagBerlin, 1980), reine Gedichtbände gewesen. Mit den zwölf eingestreutenProsaskizzen hatte der Mitübersetzer des Alten Testaments(ins moderne Obersorbisch) nun – die vierzig im Blick – ein Genregewonnen, das seine Ausdrucksmöglichkeiten signifi kant erweiterte.Die 28 Texte des Bandes waren, auch wo sie die Gedichtform beibehielten,relativ umfangreich. Das Feld des 20. Jahrhunderts wurde aufden historischen Prozess hin ausgedehnt, um über kulturelle und nationaleKonfl ikte, über die Gefährdungen in Sein und Zeit neu nach-denken zu können. Es schien, als hätte der Lyriker damit den Schrittvon der Beobachtung zur Tat getan. Bestimmend wurde ein Duktusvon Überredung, Mahnung, Appell, eine Neigung zu Publizistik undEssayistik. Nach der Wende wurde Dyrlich übrigens Chefredakteurder seit 1920 bestehenden obersorbischen Tageszeitung.Die Urversion von „W paslach“, die kaum 100 Seiten umfasste, wareine Reaktion auf die bedrohlichen äußeren Umstände. Namentlichin der lyrischen Prosa näherte sich der Autor Themen wie Krieg –Faschismus – Tod, den Grenzen ökonomischen Wachstums, denFolgen der Hochrüstung (so im Text „In der Falle“ (1984) selbst) oderder Naturzerstörung. In dem Liebesgedicht „FKK hinter B.“ (1983), dasscheinbar an einen sorglosen Sommertag erinnert, werden zwei Gefahrengleichzeitig ins Bild gebannt: Waffengebrauch und Umweltschäden.Während das lyrische Ich sich mit einer Partnerin sonnt,gewahrt es den Kirchturm des benachbarten Dorfes als Startrampe,Auf der sich eine Rakete zum hoffentlich / Friedlichen Flug fi ngerlang /In den Himmel stiehlt. Wird hier – 1983 in der DDR – die Einsicht indie Notwendigkeit noch zugestanden (hoffentlich friedlich), so bleibtdie Sehnsucht nach schwimmen: unbeschwert bereits unerfüllt: DasWas ser des Stausees ist wegen eingeleiteter Chemikalien von AbermillionenAlgenickerchen / Oder weiß Gott welchen Giftzähnchen hoffnungslosverunreinigt. Das öffentliche Gespür für Umweltrisiken –insbesondere im Kontext der Braunkohleförderung – ist im OstenDeutschlands gerade durch sorbische Schriftsteller wie Jurij Koch,Kito Lorenc oder Róža Domašcyna nachweislich geschärft worden.Der längste und auffälligste Beitrag jenes Bändchens von 1986 wardie Vision in lyrischer Prosa mit dem Titel „Angst vor dem Erblinden“(1985/89). Sie bedeutete seinerzeit auch eine subtile Kritik an denvorherrschenden Sprachregelungen im Staat der Einheitspartei, einenProtest gegen das politische Klischee und die Nivellierung durchMassenkultur. So entstand eine höchst assoziative, durch Binnenreime,Anaphern und Assonanzen ineinander verfl ochtene Textstruktur,bei der zuallererst das Spiel mit der Sprache fasziniert. Doch es istkein Spiel an sich, kein Selbstzweck. Der pilgersmann, das literarischeSubjekt, steht in der Pfl icht zu verhindern, dass es zum ewigen feierabenddes lichts kommt. Das inzwischen mehrfach veröffentlichteProsastück war ein ehrgeiziger Versuch, Zuversicht zu säen in DichtersLande, zu wirken tat um tat. Ein Versuch, anzuschreiben gegeneben jene Angst vor dem Erblinden, gegen die Angst vor dem Untergang(der Falle). Und für den Rest Hoffnung.Das Schreiben von Gedichten und kurzer Prosa als Aktion genügteBenedikt Dyrlich mit den Jahren immer weniger. Der literarischeBetrieb schien für die Kritik an der Gesellschaft nicht mehr ausreichend.Die erste Anregung zum kulturpolitischen Handeln holte ersich aus dem Ausland. Nach dem Vorbild des Puschkin-Festivals inMoskau und Michailowskoje, veranstaltet und leitet er seit 1979 – zunächstauf der Ostroer Schanze, einem Naturdenkmal im sorbischenSiedlungsgebiet – das jährliche internationale „Fest der sorbischenPoesie“ (2013 zum 35. Mal). Für die Zeitung „Nowa doba“ übertrugund kommentierte er über Jahre moderne Weltlyrik, im Domowina-Verlag gab er einige Gedichtsammlungen aus dem nationalen Erbeheraus. Und er verhielt sich bewusst oppositionell: Er verfasste kritischeGedichte. Er trat nicht in die herrschende Partei ein. Er lehntedie staatlich verordnete Jugendweihe für die beiden Söhne ab. Erpfl egte grenzüberschreitende Kontakte, ohne darüber Meldung zuerstatten. Denn in solcherart Nichthandeln äußerte sich in der spätenDDR die Ablehnung des Systems.Gleich nach der Wende von 1989/90 machte sich der Schriftstellerstark für die pluralistische Demokratie. Er engagierte sich Ende 1989in der basisdemokratischen Sorbischen Volksversammlung, im Mai1990 trat er der SPD bei. Gestützt auf eine starke soziale Organisation,auf eine traditionsreiche Volkspartei, schien ihm das Ringen umdie Sicherung sorbischer Interessen aussichtsreicher. Er missbilligteals Erster öffentlich die drohende Abbaggerung des ostsächsischenDorfes Klitten/Kletno (mit Erfolg), er sprach sich im Februar 1990(erfolglos) für die Rettung des brandenburgischen Ortes Horno/Rogow vor der Braunkohle aus. Er übernahm den Vorsitz des SPDUnterbezirksOberlausitz. Im Herbst 1990 wurde er für vier Jahre inden Sächsischen Landtag gewählt, wo er sich für Grund- und Minderheitenrechte,für unabhängige Medien und eine verträgliche Industriepolitikeinsetzte. Als kultur- und medienpolitischer Sprecherseiner Fraktion wurde er Anfang 1994 ins Schattenkabinett einermöglichen sozialdemokratischen Regierung für Sachsen eingereiht,doch im Herbst schied er aus dem Landtag aus. Von 1995 bis 2011war er Chefredakteur der unabhängigen obersorbischen Tageszeitung„Serbske Nowiny“, seit 1996 hat er den Vorsitz des SorbischenKünstlerbunds mit über 100 Mitgliedern inne.Benedikt Dyrlich zählt zu den einfl ussreichsten sorbischen Schriftstellernund Publizisten nach dem Zweiten Weltkrieg. Er hat mit seinemliterarischen Werk der Kultur der slawischen Minderheit dauerhafteImpulse verliehen, sein Name erscheint in sorbischen wie indeutschen Lyrikanthologien unserer Zeit. Freilich, Erfolge und Misserfolgein der praktisch-politischen Tätigkeit halten sich die Waage.Enttäuschungen und Erfolge, die sich bei einer aktiven Aneignungder Wirklichkeit gemeinhin abwechseln, verwandelt Dyrlich in Verse„vor und nach der Wende“. Die beiden Sprach- und Kulturwelten,die ihm dabei als Bezugsrahmen zur Verfügung stehen, verdoppelngleichsam die persönliche Bilanz.

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Stand: 17.02.2020
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Verantwortung - Zeitschrift des Dietrich-Bonhoe...
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Die 50. Ausgabe der Zeitschrift „Verantwortung“ bedeutet ein kleines Jubiläum. Hinter jeder Ausgabe, die bisher erschien, standen Mühe und Arbeit. Jedes Jahr zwei Ausgaben – und dies durch 25 Jahre hindurch. Eine solche Kontinuität ist nicht selbstverständlich. Allen, die daran mitgewirkt haben, wird von Herzen gedankt.Es ist es sehr schön, dass VereinsfreundInnen 25 Blumengebinde zu dem Jubiläum zusammengetragen haben. In den verschiedenen Beiträgen berichten die Schreibenden, was Ihnen an Dietrich Bonhoeffer wichtig ist und wie sie zum Dietrich-Bonhoeffer-Verein hinzugestoßen sind. Persönliche Motive, lebensgeschichtliche Begründungen, theologische Einsichten, aber auch kirchenpolitische Intentionen werden sichtbar. Obwohl sich die Vereinsmitglieder zum Teil schon über Jahrzehnte kennen, erfahren die LeserInnen auf diesem Weg noch einmal viel neues. Die „25 Blumengebinde“ haben großes Leseinteresse geweckt.Im ersten Abschnitt der Zeitschrift („Herbsttagung des dbv in Halle 2012“) wird ein Rückblick auf die letzte Tagung in Halle vorgenommen. Die kontroversen Diskussionen mit Dr. Thies Gundlach vom Kirchenamt der EKD und die emotionalen Erregungen, die sie auslösten, klingen immer noch nach. Auf der einen Seite die Position der EKD (Impulspapier „Kirche der Freiheit“, die Thesen von Dr. Gundlach), auf der anderen Seite die Erfahrungen mit Mobbing in der Kirche (Bericht von Gisela Kittel aus ihrer Arbeitsgruppe in Halle), dazwischen Dietrich Bonhoeffer und die Suche des dbv nach einem Weg für die Zukunft unsere Kirche. Es ist schwer, in diesen Fragen einen tragfähigen Konsens anzusteuern und inhaltlich vorzubereiten. Das Bemühen darum darf nicht nachlassen.Im zweiten Abschnitt („Frühjahrstagung 2013 – Der Kirchenbegriff Bonhoeffers“) werden Texte angeboten, die zur Vorbereitung auf die kommende Tagung in Erfurt März 2013 dienen sollen. Besonders hinzuweisen ist auf den Beitrag von Axel Denecke über „Christus als eine Gemeinde / Kirche existierend: Die Entwicklung von Bonhoeffers Kirchenverständnis von 1927 bis 1944 – mit dem Höhepunkt der ‚Ethik’“. Axel Denecke wendet sich dagegen, die Begriffe Gemeinde und Kirche auseinanderzureißen und gegeneinander auszuspielen. Bonhoeffers Formel „Christus als Gemeinde existierend“ wäre nach Denecke missverstanden, wenn man sie nur auf die Gemeinde bezöge („Christus (nur) als Gemeinde existierend“). Auch in der Institution der Großkirche bzw. Volkskirche kann sich – so Denecke - die Christuswirklichkeit realisieren.Die bisherigen mündlichen Reaktionen auf den Artikel von Axel Denecke zeigen, dass es hier noch viel Gesprächsbedarf gibt. Die kommende Tagung in Erfurt wird Gelegenheit bieten, solche Gespräche tatsächlich auch zu führen.In einem weiteren Abschnitt werden „Vereinsnachrichten – Rezensionen – Vermischtes“ in der Zeitschrift abgedruckt.

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Stand: 17.02.2020
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Prag Mitte Transit
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August 1968: Einmarsch derTruppen der Sowjetunion und anderer Warschauer-Pakt-Staaten in dieTschechoslowakei, um der politischen Bewegung des „Prager Frühlings" ein gewaltsames Ende zu bereiten.Für Eckard, Dozent an einer ostdeutschen Universität, seine Frau Edith und ihre Freunde Pierre, dessen Frau Katharina, den jungen Historiker Wolf und andere, die sich trotz wachsenden Drucks des DDR-Staates gegen jede politische Opposition zu wehren suchen, bedeutet dies die Vernichtung letzter Hoffnung auf freiheitliche Entwicklungen in den sozialistischen Diktaturen Mittel- und Osteuropas. Die erhellendeWechselseitigkeit von Freiheit durch Wahrheit und Wahrheit durch Freiheit warfür sie alle in Prag greifbar gewesen. Im Herbst 1968 befreunden sich Eckardund Edith mit Václav Kohout, einem jungen tschechischen Germanisten, der beidieser Gelegenheit seine zukünftige Frau Helgard, eine Kollegin von Eckard,kennen lernt und später heiratet. Václav ahnt nicht, dass Helgard als IM Monikaauch über seine politische Gesinnung denunzierend berichtet hat. Eine Wahrheit,die auch Eckard und Edith erst 25 Jahre später entsetzt erfahren.Auf verschiedenen Erzählebenen führt der Autor uns durch das Leben der Protagonisten bis in die aktuelle Wirklichkeit. Im Epilog erscheint der politische Umbruch von 1989 mit dem Ende der Diktatur wie eine Krönung des Widerstandes von 1968. Prag als geschichtsträchtiger Ort europäischer - geistiger und existenzieller - Mitte wird im Romangeschehen immer wieder ins Bild gesetzt, vermittelt zudem als Erlebnisraum zwischen den Erzählebenen der Zeitläufte nach 1968. Das magische Milieu der Stadt öffnet - nicht zuletzt durch die Präsenz von Kafkas Texten und Lebensspur - eine Bühne der Surrealität und überzeitlichen Absurdität: Sie findet ihre besondere Kristallisation auf der den ganzen Text überlagernden Ebene der Gleichnisse vom fiktiven Volk der Kaskadier. Diese kleinen Texte bewirken nicht nur eine Bindung zwischen den gebrochenen Erzählsträngen einzelner Episoden, sieverschaffen dem Leser zugleich Zwischenräume für zeitgeschichtliches Reflektieren.Der Roman Meinholds stellt ein Formexperiment dar, das die geschichtliche Neugier des Lesers für ein einzigartiges, hochdramatisches wie folgenreiches Geschehen im Zentrum des 20. Jahrhunderts wach hält.Gottfried Meinhold1936 in Erfurt geboren, dort Schulbesuch, Abitur und Lehrerstudium am Pädagogischen Institut. 1959 Examen als Dipl.-Phil. an der Universität Jena, 1964 Promotion an der Humboldt-Universität Berlin. Ab 1964 Tätigkeit an der Universität Jena, 1968 Habilitation, 1971 Dozent für Phonetik und Sprechwissenschaft, 1985 a. o.Prof., 1990-93 Prorektor, 1993 Lehrstuhl für Phonetik und Sprechwissenschaft,2001 Eintritt in den Ruhestand. Zahlreiche fachwissenschaftliche und literarische Publikationen.

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Stand: 17.02.2020
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Alltagsleben nach 1945 in Mecklenburg
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Der Autor dieses Buches schildert sein Leben seit Mai 1945 in Westmecklenburg, das zunächst von amerikanischen Truppen erobert und im Juni 1945 an die Sowjettruppen übergeben wurde. Im Herbst 1946 wurde in der sowjetischen Besatzungszone eine Bodenreform nach dem Motto "Junkerland in Bauernhand!" durchgeführt. Die aus Pommern geflüchteten Eltern des Autors wurden Siedlungsbauern. Zwischen 1953 und 1960 erfolge dann nach sowjetischem Vorbild die Zwangskollektivierung. Unter massivem Druck wurden die bis dahin selbständig wirtschaftenden Kleinbauern in die Land-wirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften gezwungen. Der Autor schildert detailliert den Alltag in der DDR, der oft von Mangelwirtschaft geprägt war. Der sprachbegabte Horst Lederer besuchte in Grevesmühlen die Oberschule und schloss mit einem recht guten Abitur ab und studierte am Pädagogischen Institut in Erfurt. Er wurde Russisch-Lehrer für Mittelschulen. Über die Familiengeschichte des Autors hinaus geben seine Texte einen sehr genauen Einblick in das Alltagsleben in "Arbeiter- und Bauern-Paradies" und das Leben nach der Wende 1998. -Aus Rezensionen: Ich bin immer wieder begeistert von der "Gelben Buchreihe". Die Bände reißen einen einfach mit und vermitteln einem das Gefühl, mitten in den Besatzungen der Schiffe zu sein. Inzwischen habe ich ca. 20 Bände erworben und freue mich immer wieder, wenn ein neues Buch erscheint. oder: Sämtliche von Jürgen Ruszkowski aus Hamburg herausgegebene Bücher sind absolute Highlights der Seefahrts-Literatur. Dieser Band macht da keine Ausnahme. Sehr interessante und abwechselungsreiche Themen aus verschiedenen Zeitepochen, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt haben! Man kann nur staunen, was der Mann in seinem Ruhestand schon veröffentlicht hat. Alle Achtung!

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Stand: 17.02.2020
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Bilder zur Geschichte
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Im Reformationsjubiläumsjahr 2017 widmet das Angermuseum Erfurt den besonderen Historienbildern von Harald Reiner Gratz eine Sonderausstellung. In Gemälden, ebenso wie in kleinformatigen Malereien und Zeichnungen entwickelt Graz ganz eigene Sichten auf die historischen Geschehnisse und die daraus entstandenen Legenden und verknüpft sie mit persönlichen Einsichten zur deutschen Geistesgeschichte.Der zur Ausstellung erschienene Begleitband enthält neben Abbildungen der gezeigten Werke einführende Texte zur Arbeit des Künstlers von Kai Uwe Schierz und Jörk Rothammel sowie ein Interview mit Harald Reiner Gratz.

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Stand: 17.02.2020
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Nacht der Poesie
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Peter Marchand, geb. 1944 in Oberschreibehau geboren, schreibt über die Wende-Gegenwart des Oderlandes. Ob in dem Kurzgeschichtenroman" Oderlieben" (ISBN 978-3-8442-2391-0) oder im Gedichtband "Entweder/Oder" (9783-3-8442-2433-7) kommen vor allem Menschen zu Wort, die dort zu Hause sind.Sonja Daemen ist 1952 in Leipzig geboren, in Erfurt, Frankenberg und Greifswald aufgewachsen und lebte vor ihrer Übersiedlung an die Spree 28 Jahre in Frankfurt an der Oder. Sie hat als Chemikerin, Fachübersetzerin, Reiseleiterin und Sozialpädagogin gearbeitet und ist seit 2005 freiberufliche Autorin, Fotografin und Sprachdozentin. Sie schreibt Lyrik, Prosa und Stücke, verbindet in ihren Arbeiten Literatur und Fotografie, veranstaltet mehrsprachige Lesungen und übersetzt Belletristik aus dem Polnischen und UngarischenUrsula Kramm Konowalow liebt beide Seiten der Oder. 008veröffentlichte sie Gedichte in Deutsch und Polnisch. Ihr aktueller 5. Lyrikband heißt "Mondkadenzen" mit Bildern von Harms Bellin, erschienen bei Treibgut Berlin, 2012. Die Autorin ist überzeugt, dass der beste Ort für eine Lesung daraus die "Nacht der Poesie" ist. Ursula Kramm Konowalow ist eine anerkannte Autorin im Genre Lyrik. Kürzlich wurde sie Preisträgerin im Gedichtwettbewerb "Worte gegen rechts" der Verbandes Deutscher Schriftsteller und 2011 im Wettbewerb "Friedenslesung" des Kulturring Berlin. Sie lebt und arbeitet in der Künstlergemeinschaft "KG Werkgehöft Mankmuß".Lothar Ruhlig schreibt Gedichte zu Problemen des Lebens und der Liebe. Dabei versucht er Inhalt und Form korrelieren zu lassenHenry-Martin Klemt, Jahrgang 1960, Lyriker, Nachdichter und Journalist. Veröffentlichte bisher sieben Lyrikbände (Zuletzt: "Als wär ich schön - 50 Texte" bei Publishers Group Frankfurt) und in Zusammenarbeit mit Musikern wie Frank Viehweg und der Gruppe Quijote Lieder auf zahlreichen CDs. Motto: "Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch." (Friedrich Hölderlin)Marzahn, Katja, vielfältiger schöpferischer Ausdruck stand schon immer im Mittelpunkt ihres Lebens. In ihren Texten bereist die ehemalige Viadrina-Studentin mit Vorliebe innere Gefühls- und Bilderwelten - immer auf der Suche nach Sinnlichkeit und Sinn. Ihre Gedichte gestaltet und verschenkt sie gern - manchmal sogar an Bäume.Rita Klemt lebt seit 1985 in der Oderstadt. Die Heilerziehungspflegerin und Erziehungswissenschaftlerin arbeitet in der Betreuung geistig und körperlich Behinderter. Sie schreibt seit vielen Jahren Gedichte und Kurzpro

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